Einspeisevergütungen für Photovoltaikanlagen

Photovoltaikanlagen werden über die Einspeisevergütung, also über den monitären Erlös des ins Netz eingespeisten Stroms, gefördert. Von einer echten Förderung kann man in sofern nicht sprechen, da der Erlös die Kosten der Anlage erst nach frühestens nach 12 - 15 Jahren deckt (Return of invest . ROI). Die aktuellen Vergütungssätze finden Sie in dieser Tabelle:

 Vergütungssätze Cent/kWh - Feste Einspeisevergütung (Kleinanlagen seit 01.01.2019 bis einschl. 100 kWp):

 **) Degressionsberechnung nach § 49 EEG 2017 (anzulegender Wert abzüglich 0,4 Cent/kWh nach  § 53 EEG 2017)

  Anlagen auf Wohngebäuden und Lärmschutzwänden und Gebäude nach § 48 Absatz 3 EEG Sonstige Anlagen bis 100 kWp
Inbetriebnahme: bis 10 kWp bis 40 kWp bis 100 kWp  
ab 01.10.2019 10,18 Cent 9,90 Cent 7,78 Cent 7,02 Cent
ab 01.11.2019 10,08 Cent 9,79 Cent 7,70 Cent 6,95 Cent
ab 01.12.2019 9,97 Cent 9,69 Cent 7,62 Cent 6,88 Cent
ab 01.01.2020 9,87 Cent 9,59 Cent 7,54 Cent 6,80 Cent
ab 01.02.2020  Cent  Cent  Cent   Cent
ab 01.03.2020  Cent  Cent  Cent  Cent
ab 01.04.2020  Cent  Cent  Cent  Cent
ab 01.05.2020  Cent  Cent  Cent  Cent

 

Bedingt durch die geringe Einspeisevergütung, die weit unter dem aktuellen Strompreis der EVU´s liegt, lohnt sich eine Volleinspeisung nicht mehr. Durch die Nutzung des auf dem Dach selbst erzeugten Stroms, des sogenannten Eigenverbrauchs wird die Photovoltaik aber wieder interessant. Errichtet man eine Photovoltaikanlage, die in Ihrer Größe, bzw. Ihrer Stromerzeugung der Summe des im Haushalt verbrauchten Stroms pro Jahr entspricht, wird sich bei der Einspeisung in das Hausnetz ein "natürlicher" Eigenverbrauch von ca. 30 % einstellen. Mit geigneten Mitteln, z.B. einem Lastmanagment mittels Funksteckdosen (Verbrauch wird in die ertragreichen Sonnenstunden verlegt) oder der Installation eines Batteriespeichers lässt sich der Eigenverbrauch wesentlich erhöhen.

Solar-Speicher-Programmdes Landes Rheinland-Pfalz ( ►Energieagentur RLP)

NEU:  Änderung bei der geforderten Leistungsbegrenzung 

Mit dem Förderprogramm des Landes werden Privathaushalte, Schulen und andere kommunale Liegenschaften dabei unterstützt, Photovoltaik-Anlagen in Zusammenhang mit Batteriespeichern zu installieren. Denn Solarenergie ist klimafreundlich und preisgünstig – aber nicht rund um die Uhr verfügbar. Durch einen Batteriespeicher steht Hausbesitzern und Kommunen der selbst erzeugte Strom auch nachts oder an Regentagen zur Verfügung. Mehr Eigenstrom bedeutet mehr Unabhängigkeit von zukünftigen Strompreissteigerungen und weniger Strombezug vom Energieversorger. 

Was wird gefördert?

Gefördert wird die Investition in einen festinstallierten Batteriespeicher, der in Verbindung mit einer neuen, an das Verteilnetz angeschlossenen Photovoltaik-Anlage errichtet wird. Batteriespeicher für bereits existierende PV-Anlagen werden nicht gefördert. 

Wer wird gefördert?

  • Kommunale Gebietskörperschaften und ihre Schulen
  • Privathaushalte 

In welcher Höhe wird gefördert?

Die Förderung des Heimspeichers in Privathaushalten liegt bei 100 Euro pro kWh nutzbarer Speicherkapazität. Der Zuschuss ist auf maximal 1.000 Euro je Vorhaben begrenzt. Die Kapazität des Speichers muss mindestens 5 kWh betragen. Fördervoraussetzung ist die Neuinstallation einer PV-Anlage mit einer Leistung von mindestens 5 kWp.

Antragsformular Heimspeicher*

Gemeindespeicher werden ab 10 kWh Speicherkapazität gefördert. Die Förderung des Gemeindespeichers beträgt 100 Euro pro kWh nutzbarer Speicherkapazität, höchstens 10.000 Euro je Vorhaben. Die Neuinstallation einer PV-Anlage mit einer Leistung von mindestens 10 kWp ist Fördervoraussetzung. Durch das Programm werden die Gemeinden auch dabei unterstützt, ihre Schulgebäude mit PV-Modulen
und Speichern auszurüsten.

Antragsformular Gemeindespeicher*

Hinweise zur Antragsstellung / Häufig gestellte Fragen
 

  Privathaushalte Gemeinden und ihre Schulen  
Förderhöhe pro Kilowattstunde (kWh) Speicherkapazität 100 € 100 €  
Speicherkapazität mindestens 5 kWh 10 kWh  
Förderung mindestens 500 € 1.000 €  
Förderung maximal je Vorhaben 1.000 € 10.000 €  
Minimale zu installierende PV-Nennleistung 5 kWp 10 kWp  


Zu beachten ist, dass erst dann Aufträge vergeben und Käufe getätigt werden dürfen, wenn die Förderung bewilligt ist. Wird die Anlage vor Bewilligung erworben oder werden Handwerker vorher beauftragt, so ist eine Förderung nicht mehr möglich. Die Anlage muss von einem qualifizierten Fachbetrieb installiert werden.

Das Förderprogramm ist Bestandteil der Solar-Offensive des Umweltministeriums Rheinland-Pfalz. Insgesamt werden fünf Millionen Euro für die Förderung von Solarspeichern bereitgestellt.

Webportal des Marktstammdatenregisters startete am 31. Januar

Mit eineinhalb Jahren Verspätung ging das Webportal des Marktstammdatenregisters (MaStR) der Bundesnetzagentur online. Dort müssen die Betreiber von netzgekoppelten Erneuerbare-Energien-Anlagen alle neuen und auch ausnahmslos alle bestehenden Anlagen anmelden – auch Kleinstanlagen wie z.B. „Balkonanlagen“ sind anmeldepflichtig. Die Daten aus den bereits bestehenden Anmelderegistern werden zwar übernommen, diese müssen aber bestätigt und auch ergänzt werden. Für Altanlagen, die bis zum 30.06.2017 in Betrieb gegangen sind, gibt es für die Anmeldung eine zweijährige Übergangsfrist bis zum 31. Januar 2021. Die Anlagenbetreiber werden durch die jeweiligen Netzbetreiber über die Meldepflicht informiert.
www.marktstammdatenregister.de

 

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EU stärkt Rechte von 'Prosumern'

Die neue Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU stärkt auch die Rechte für PV-Anlagen-Betreiber. So ist dort festgelegt, dass einmal aufgestellte Förderregelungen nicht nachträglich z. B. durch Sondersteuern verschlechtert werden dürfen. Eigenverbrauch bei Anlagen bis 30 kW darf nicht durch Gebühren, Abgaben oder Steuern belastet werden. Dies dürfte Auswirkung auf die bestehenden Regularien zur EEG-Umlage haben.
In der Strombinnenmarktrichtlinie wird auch die Doppelbelastung von Solarstromspeichern abgeschafft. Speicherbetreiber dürfen für ein- und ausgespeicherten Strom nicht doppelt mit Gebühren oder Abgaben belastet werden. Sie sollen darüber hinaus das Recht erhalten, verschiedene Netzdienstleistungen anzubieten, sofern ihre Systeme dazu technisch in der Lage sind. Künftig soll es in allen EU-Mitgliedsstaaten diskriminierungsfreie Netzentgelte geben, die getrennt für Stromeinspeisung und Strombezug erhoben werden müssen.
Natürlich müssen diese Regelungen noch in nationales Recht umgesetzt werden.
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